Die vernetzte Stadt: Alles ist verbunden

Die Ausstellung „Planetary Urbanism + Learning City Gelsenkirchen“ umfasst sechs Themen, die auf dem Wettbewerb „Planetary Urbanism –Kritik der Gegenwart“ basieren. Hier ein Blick auf Thema II – „Die vernetzte Stadt“.

Die Welt ist vernetzt und mit ihr die Städte und ihre Bewohner. Es ist die Infrastruktur, die sie alle verbindet, mit ihren Straßen, ihrer Wasser- und Stromversorgung. Ebenso knüpfen Menschen mit ihren sozialen Beziehungen untereinander Netze. Neben diesen physischen Netzwerken gibt es aber auch noch die Digitalen. Durch diese überwinden Informationen nicht nur geografische Distanzen, sondern auch zeitliche. Für die Kommunikation erzeugt dies außerdem eine andere Form von Nähe, unabhängig davon, wo sich jemand physisch befindet. Weitere (mögliche) Folgen der Vernetzung sind: die Verwaltung, deren Leistungen dem Bürger einfacher zugänglich gemacht werden, die Zunahme des Internet-Handels und der Warenzirkulation sowie das Entstehen neuer Geschäftsmodelle und die Verdrängung bisher etablierter.

Ausschnitt aus Subversive Teheran, dem Beitrag von Ivo Pekec und Fereshteh Assadzadeh.

Ausschnitt aus Subversive Teheran, dem Beitrag von Ivo Pekec und Fereshteh Assadzadeh zu Planetary Urbanism.

Die Projekte behandeln aus verschiedenen Perspektiven die Stadtentwicklung und beschäftigen sich unter anderem auch mit den neuen Herausforderungen, dass digitale Netze ganz eigene Räume mit eigenen Dynamiken konstituieren.
So weit, so vernetzt. Was aber passiert mit den Daten, die wir produzieren und in die Netzwerke einspeisen? Dies skizziert zum Beispiel der Beitrag „Just trust us – or take this“ von Curie Kure und Hanna Biresch und formuliert so die wichtige Frage nach der Souveränität und Privatsphäre. Kurz: Ist der Nutzen der digitalen Dienste so groß, dass wir unsere privaten Daten abgeben wollen?

 

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