Alle wollen wohnen

Wohnen wollen alle Menschen. Doch nach Jahren eines ausgeglichenen Wohnungsmarktes sind „bezahlbare“ Wohnungen für einen großen Teil unserer Gesellschaft wieder zu einer Mangelware geworden. Und das nicht erst seitdem mehr Menschen nach Deutschland flüchten. Einen Blick auf die Facetten des Wohnens wirft das M:AI mit der Ausstellung „Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar“. Bisher zeigte das M:AI die Ausstellung 2016 in Köln auf dem Clouth-Gelände und 2017 im Landtag NRW in Düsseldorf.

Die Gründe für Mangel an Wohnraum sind vielfältig: der gesunkene Bestand im sozialen Wohnungsbau; gestiegene Standards und Baukosten; Grundstücke sind ein rares Gut – insbesondere in den Städten, in denen immer mehr Menschen leben möchten. Hinzu kommt: Heute beanspruchen wir pro Kopf fast vier Mal so viel Wohnfläche wie um das Jahr 1900. Mit der Digitalisierung rücken Arbeiten und Wohnen wieder enger zusammen und veränderte Familienstrukturen sowie Lebensstile erfordern andere Grundrisse als „Küche. Diele. Bad.“

Fünf thematische Häuser gliedern die Ausstellung.

Fünf Häuser – fünf Themen

Das Ausstellungslogo.

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„Küche. Diele. Bad“: Gesellschaftlicher Wandel prägt entscheidend Vorstellungen und Ansprüche ans Wohnen

„Die Akteure“: Hier geht es um Architekten und Planer, aber auch um Bauherrn, kommunale Wohnungsträger, Genossenschaften, Baugruppen, Bewohner, Mieter.

„Recht auf Wohnen“: Rechtliche Grundlagen und die Entwicklung des Baurechts seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bestimmen entscheidend den Wohnungsbau.

„Das Haus“: Erläutert werden hier die unterschiedlichsten Wohnungsbau-Typologien: vom Wohnblock zur Wohnzeile zum Wohnhochhaus.

„Wohngebiete“: Die Städte und Ballungsräume entwickeln sich besonders an den Rändern. Siedlungen, erst recht Großsiedlungen der 1970er, haben ein schlechtes Image – die einst gepriesene „Kultur durch Dichte“ ist wieder Thema.

Dabei stehen die unterschiedlich gestalteten Häuser in Verbindung miteinander, gleichzeitig beziehen sie gemeinsam ihre Umgebung mit ein. Die Ausstellung blickt auch zurück auf die Geschichte des sozialen und geförderten Wohnungsbaus, denn diese ist in Deutschland in großen Teilen eine „Erfolgsgeschichte“. Manches heute so neu anmutende Konzept haben bereits die Reformarchitekten um 1900 und Architekten wie Martin Wagner, die Gebrüder Taut und Ernst May diskutiert und umgesetzt. Die Siedlungsanlagen der 1920er und -30er Jahre, aber auch die umstrittenen Siedlungen der Nachkriegszeit, die ein vielfältiges Potenzial bergen, bilden heute eine wichtige Grundlage zur Lösung der drängenden Wohnungsfragen.

 

Konzept der Ausstellung: M:AI Dr. Ursula Kleefisch-Jobst, Peter Köddermann, Dr. Karen Jung

Ausstellungsarchitektur: n/ t/ k/ nowakteufelknyrim GmbH

Gefördert durch die Projektpartner: Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW; NRW.BANK; Architektenkammer Nordrhein-Westfalen; Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen

Ministerium-fuer-bauen-wohnenNRW-BANKWohnungswirtschaft-Westen

 

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