Einladung zum Pressgespräch zur Ausstellung „Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“ in Köln

Das M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW zeigt von 9.9. bis 10.11.2019 die Ausstellung „Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“. Das Besondere ist der Ausstellungsort in Köln: die Kirche St. Gertrud des Architekten Gottfried Böhm – sie wird zum begehbaren Exponat. Themen der Ausstellung sind die Bedeutung von Kirchengebäuden und die Frage nach dem Umgang mit ihnen – angesichts der zunehmenden Leerstände. Die Böhm-Kirche steht in der Ausstellung als zentrales Exponat stellvertretend für viele Kirchen der Moderne.

Am Freitag, 6.9., 11 Uhr lädt das M:AI ein zum Pressegespräch von „Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“. Teilnehmer sind die Kuratoren Ursula Kleefisch-Jobst und Karen Jung (M:AI), Andreas Salsamendi (Agentur simple) und Birgitt Caspers (sankt gertrud: kirche + kultur).

Für „Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“ inszeniert das M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW mit der Agentur simple den Kirchenraum von St. Gertrud mit einer Lichtinstallation: Grafische Elemente, Fotos, kurze Erläuterungen und Zitate werden dazu an die Wände projiziert. Diese Impulse sollen das Besondere dieser Räume hervorheben und die Bedeutung des modernen Kirchenbaus aus dem zeitgeschichtlichen Kontext heraus erläutern. Kirchen sind zwar Gebäude für den Ritus, aber auch gebaute Theologie. Das war zu allen Zeiten eine besondere gestalterische Herausforderung für Architekten.

Die Ausstellung betrachtet wichtige liturgische Bereiche wie den Gemeinderaum und den Altarbereich. Erklärt wird, wie dort Liturgie und Theologie die Raum-gestalt geprägt haben. St. Gertrud verfügt noch über alle wichtigen liturgischen Ausstattungsstücke, unter anderem Altar, Taufbecken und Tabernakel. Die Position dieser Prinzipalstücke im Raum, ihre liturgische Funktion und ihre Gestalt werden ebenfalls illustriert und erläutert. Der zweite Teil der Ausstellung zeigt in Text und Bild rund 20 aktuelle gelungene Projekte von umgestalteten Kirchengebäuden für andere Nutzungen. Dabei wird der Umgang mit dem Gebäude im Stadtraum und dem Innenraum betrachtet.

St. Gertrud, fertiggestellt im Jahr 1965, bietet mit ihrer Fassade aus Sicht- und Waschbeton sowie ihrer asymmetrischen Form den idealen Raum für die Aus-stellung. Darüber hinaus verkörpert der Ort selbst das Thema des veränderten Umgangs mit Kirchen: St. Gertrud ist seit 2010 unter anderem auch Veranstalt-ungsraum für Ausstellungen und Installationen.

Wie gehen wir mit diesen Bauten um, die architektonisch, religiös, aber auch kulturell außergewöhnliche Räume erzeugen? In NRW gibt es rund 6.000 christliche Kirchen, von denen in den nächsten Jahren etwa 30 Prozent leer stehen werden (Jörg Beste, Synergon 2018). Gründe dafür sind unter anderem der demografische Wandel und eine säkularisierte Gesellschaft. Leerstehende Kirchen ohne neue Nutzung werden langfristig aus unseren Dörfern, Städten und Wohnquartieren verschwinden. Der Umgang mit diesem christlichen Erbe hat sich zu einer gesellschaftlichen Diskussion entwickelt.

Mit der Ausstellung verbunden ist das Projekt „Zukunft – Kirchen – Räume. Kirchengebäude erhalten, anpassen und umnutzen“ von StadtBauKultur NRW. Das Ziel des Projekts ist es, Kirchengemeinden, Initiativen und andere zu unterstützen, die am Erhalt, dem Umbau oder der Umnutzung von Kirchengebäuden beteiligt sind. Zentral ist dabei die Website
zukunft-kirchen-raeume.de. Dort werden realisierte Projekte aus Nordrhein-Westfalen vorgestellt, Ansprechpersonen sowie Fachinformationen vermittelt.

 

Pressegespräch „Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“

Termin: Freitag, 6. September, 11 Uhr

Ort: sankt gertrud: kirche + kultur, Krefelder Straße 57, 50670 Köln

Wir bitten um Rückmeldung zur Teilnahme am Pressegespräch bis Dienstag, 3. September, unter: kirchen@masch-media.de

 

Die Ausstellung „Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“

Laufzeit: 9. September bis 10. November 2019

Ausstellungsort: sankt gertrud: kirche + kultur, Krefelder Straße 57, 50670 Köln

Eröffnung: Sonntag, 8. September, 15 Uhr

Öffnungszeiten: Mi – 12 bis 20 Uhr; Do bis So – 10 bis 18 Uhr

Kuratoren: Dr. Ursula Kleefisch-Jobst, Peter Köddermann, Dr. Karen Jung

Ausstellungsinszenierung, -gestaltung und -medien: simple

https://mai-nrw.de/fluchundsegen                        #fluchundsegen

 

> Pressematerial zum Download unter https://mai-nrw.de/presse

 

Projektpartner

StadtBauKultur NRW; sankt gertrud: kirche + kultur; sensarama consulting

 

Das M:AI NRW wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Weitere Informationen

M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW
Timo Klippstein / Kommunikation
Leithestraße 33
45886 Gelsenkirchen
0209 925 78 22
t.klippstein@mai.nrw.de

https://mai-nrw.de

 

Pressekontakt

MaschMedia
Marcus Schütte
Max-Planck-Ring 56
46049 Oberhausen
0208 828 77 60 1
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https://www.masch-media.de

 

M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW

Immer vor Ort, nie am selben

Das Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW, gegründet 2005, widmet sich aktuellen baukulturellen Themen, fokussiert auf Ausstellungen. Es hat keine eigenen Museumsräume, für jedes Thema entwickelt es ein eigenes Konzept – passend zum jeweiligen Ausstellungsort. Diese Form eines mobilen Museums ist weltweit einzigartig. Oft finden die Ausstellungen in Gebäuden statt, die einen direkten Bezug zum Thema haben – und das Ausstellungsgebäude wird so selbst zum anschaulichsten und größten Exponat. Die Projekte des M:AI sind Teil der Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020.
https://www.mai-nrw.de