Mies im Westen: Workshop zur Gestaltung und zum Bau der Ausstellungsarchitektur

Passender konnte die Kulisse kaum sein: Das einzige Fabrikgebäude Ludwig Mies van der Rohes wurde ab 1931 erbaut, es beherbergt heute den “Mies van der Rohe Business Park in Krefeld”. Dort fand in der lichtdurchfluteten Halle der ehemaligen Färberei und dem Gebäude für Herrenfutterstoffe von 18. bis 20. Februar 2019 ein Workshop mit dem Architekten Mathias Dlugay von Rigips Campus statt.

Studentinnen und Studenten der TH Köln realisierten ihre Entwürfe für ein modulares Ausstellungssystem, das für die Ausstellungsreihe „Mies im Westen“ eingesetzt wird. Dies wurde mit einer großzügigen Materialspende der Saint-Gobain Rigips GmbH ermöglicht.

Modulares Ausstellungssystem

Das gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Lohmann (TH Köln), Mathias Dlugay (Rigips Campus) und Prof. Norbert Hanenberg (THM Gießen) entwickelte System für die Ausstellungsarchitektur wurde von den Studierenden so konzipiert, dass es erstens an die unterschiedlichen Spielorten der Ausstellung auf die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst werden kann. Zweitens soll es einfach auf- und wieder abzubauen sein, da die Ausstellung „Mies im Westen“ in unterschiedlichen Varianten an mehreren Orten gezeigt wird. Drittens nutzt es unmittelbar die aus dem Material gegebenen Eigenschaften der Komponenten des Trockenbaus. 

Die Studierenden nahmen im Workshop selbst Werkzeug und Material in die Hand, um ihre eigenen Konzepte zu umzusetzen. Durch das „Begreifen“ im doppelten Wortsinn entstand ein tiefes Verständnis dieser kleinen, aber vollständigen Bauaufgabe im Spannungsfeld zwischen den Bedingungen des Materials und den didaktischen Anforderungen einer Ausstellung.

Text: Daniel Lohmann. Fotos: Lohmann und Hanenberg.

#miesimwesten

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