16.10.2019 – Eröffnung der Heimatwerker-Immobilie in Nieheim

Das Projekt „Heimatwerker Nieheim“, das die Integration und Qualifizierung von Geflüchteten im Bauprozess zur Aufgabe hat, feiert am 16. Oktober 2019 seinen Abschluss.

In Nieheim im Kreis Höxter haben Geflüchtete gemeinsam mit Architekturstudentinnen und -studenten sowie ehrenamtlich engagierten Bürgern ein altes, von Leerstand bedrohtes Ackerbürgerhaus saniert, um es für gemeinsame Zwecke zu nutzen. Das Gebäude im historischen Stadtkern von Nieheim im Landkreis Höxter wird für eine regionale Beratungsstelle der AWO zur individuellen Unterstützung von Geflüchteten genutzt sowie von der Caritas für eine neue Kleiderkammer mit angeschlossener Nähwerkstatt. Diese Nutzungen sorgen für ein offenes Haus für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Ein wichtiger Punkt des Umbaus eines Hauses in Nieheim nun ist erreicht: Am Mittwoch, 16. Oktober 2019, ab 14.30 Uhr lädt StadtBauKultur NRW als Projektinitiator alle Interessierten in die Integrationsimmobilie ein, um die Eröffnung feiern.

Eröffnung des sanierten Ackerbürgerhauses

Drei Jahre haben die “Heimatwerker” Nieheim das Ackerbürgerhaus in der Lüttge Straße 14 umgebaut. Mithilfe der Unterstützung der Geflüchteten, Studentinnen und Studenten der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und vielen fleißigen Helferinnen und Helfern konnte ein neuer Ort für alle in Nieheim entstehen.

Mit dem Tag der Eröffnung am 16. Oktober bietet die AWO eine Flüchtlingsberatung an. Immer mittwochs von 10  bis 12 Uhr sind die Türen des Hauses dafür geöffnet. Der Caritas-Treff und die Kleiderstube nehmen ab diesem Tag ebenfalls ihren Betrieb auf und bietet neben guter, gebrauchter Kleidung für die ganze Familie auch eine Möglichkeit zum Verweilen und zum Austausch. Die Öffnungszeiten sind ebenfalls am mittwochs von 10 bis 11.30 Uhr und von 15 bis 16.30 Uhr. Über diese regelmäßigen Nutzungen hinaus stehen die Räumlichkeiten allen Nieheimerinnen und Nieheimern für die Begegnung zur Verfügung.

Bauen das Ackerbürgerhaus um: Die “Heimatwerker” in Nieheim im Landkreis Höxter. Foto: Sebastian Becker.

Das Haus

Für die Durchführung des Pilotprojektes wurde ein historisches Ackerbürgerhaus ausgewählt. Dieses Haus eignet sich in besonderer Weise, weil es zentral gelegen ist, es öffentliche Nutzungen zulässt und es einen Sanierungsbedarf aufweist, der zu einem großen Teil auch von ungelernten “Heimatwerkern” gemeistert werden kann. Das Haus wird von einer Erbengemeinschaft für die Dauer von zehn Jahren kostenlos und ohne wirtschaftliche Gewinnabsichten zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise möchten die Eigentümer die sozialen und kulturellen Ziele des Projektes unterstützen und einen Beitrag für die Entwicklung ihrer Heimatstadt Nieheim leisten.

Die Projektidee zu Heimatwerker

Entstanden ist die Projektidee, zum gemeinsamen Umbau im Herbst 2015 auf einer Mitgliederversammlung von StadtBauKultur NRW in Gelsenkirchen. Vereinsmitglieder wollten im Zuge der hohen Anzahl von nach Deutschland kommenden Schutzsuchenden ein Zeichen setzen. Der Kern der Idee war die soziale Integration und Qualifizierung der Geflüchteten, die bereits bei einem gemeinsamen Planungsprozess begann.

Danach sollten die Teilnehmer durch den Umbauprozess unter der Anleitung von Fachkräften berufliche Qualifikationen und Praktika, Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen im Baugewerbe erhalten. Vier Jahre haben StadtBauKultur NRW, die Stadt Nieheim und die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe gemeinsam mit einem neu gegründeten Verein das Projekt unterstützt. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Maßnahme aus einem Städtebau-Sonderprogramm.

Text: klipp / SBK, ck

 

Die Eröffnung der Integrationsimmobilie

Wann: Mittwoch, 16. Oktober 2019, 14.30 – 16 Uhr

Wo: Lüttge Straße 14, Nieheim

> Weitere Informationen zum Projekt Heimatwerker