Alle wollen wohnen

Wohnen wollen alle Menschen. Doch nach Jahren eines ausgeglichenen Wohnungsmarktes sind “bezahlbare” Wohnungen für einen großen Teil unserer Gesellschaft wieder zu einer Mangelware geworden. Einen Blick auf die Facetten des Wohnens wirft das M:AI mit der Ausstellung “Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar”, die vom 1. Februar bis zum 4. März 2018 auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen (Schacht 12, Halle 5) gezeigt wurde. Weitere Informationen zu diesem Spielort Essen finden Sie hier. Bisher zeigte das M:AI die Ausstellung 2016 in Köln auf dem Clouth-Gelände und 2017 im Landtag NRW in Düsseldorf.

Die Gründe für Mangel an Wohnraum sind vielfältig: der gesunkene Bestand im sozialen Wohnungsbau; gestiegene Standards und Baukosten; Grundstücke sind ein rares Gut – insbesondere in den Städten, in denen immer mehr Menschen leben möchten. Hinzu kommt: Heute beanspruchen wir pro Kopf fast vier Mal so viel Wohnfläche wie um das Jahr 1900. Mit der Digitalisierung rücken Arbeiten und Wohnen wieder enger zusammen und veränderte Familienstrukturen sowie Lebensstile erfordern andere Grundrisse als “Küche. Diele. Bad.”

Fünf thematische Häuser gliedern die Ausstellung.

Fünf Häuser – fünf Themen

Das Ausstellungslogo.

Das Ausstellungslogo.

“Küche. Diele. Bad”: Gesellschaftlicher Wandel prägt entscheidend Vorstellungen und Ansprüche ans Wohnen

“Die Akteure”: Hier geht es um Architekten und Planer, aber auch um Bauherrn, kommunale Wohnungsträger, Genossenschaften, Baugruppen, Bewohner, Mieter.

“Recht auf Wohnen”: Rechtliche Grundlagen und die Entwicklung des Baurechts seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bestimmen entscheidend den Wohnungsbau.

“Das Haus”: Erläutert werden hier die unterschiedlichsten Wohnungsbau-Typologien: vom Wohnblock zur Wohnzeile zum Wohnhochhaus.

“Wohngebiete”: Die Städte und Ballungsräume entwickeln sich besonders an den Rändern. Siedlungen, erst recht Großsiedlungen der 1970er, haben ein schlechtes Image – die einst gepriesene „Kultur durch Dichte“ ist wieder Thema.

Die Architektenkammer NRW ergänzt die Ausstellung mit einem Sondermodul mit Thesen zum Zusammenhang von “Urbanität und Dichte” und skizziert, wohin sich die Quartierplanung in Deutschland entwickelt.

 

Dabei stehen die unterschiedlich gestalteten Häuser in Verbindung miteinander, gleichzeitig beziehen sie gemeinsam ihre Umgebung mit ein. Die Ausstellung blickt auch zurück auf die Geschichte des sozialen und geförderten Wohnungsbaus, denn diese ist in Deutschland in großen Teilen eine „Erfolgsgeschichte“. Manches heute so neu anmutende Konzept haben bereits die Reformarchitekten um 1900 und Architekten wie Martin Wagner, die Gebrüder Taut und Ernst May diskutiert und umgesetzt. Die Siedlungsanlagen der 1920er und -30er Jahre, aber auch die umstrittenen Siedlungen der Nachkriegszeit, die ein vielfältiges Potenzial bergen, bilden heute eine wichtige Grundlage zur Lösung der drängenden Wohnungsfragen.

 

Konzept der Ausstellung: M:AI Dr. Ursula Kleefisch-Jobst, Peter Köddermann, Dr. Karen Jung

Ausstellungsarchitektur: n/ t/ k/ nowakteufelknyrim GmbH

Gefördert durch die Projektpartner: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Landes Nordrhein-Westfalen; NRW.BANK; Architektenkammer Nordrhein-Westfalen; Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen

NRW-BANKWohnungswirtschaft-Westen

 

"Alle wollen wohnen" Diskussion

7.2.2018 – Neue Qualitäten im geförderten Wohnungsbau

7.2.2018 – Neue Qualitäten im geförderten Wohnungsbau

Der kommunale und öffentliche Wohnungsbau ist derzeit für Bauherren, Stadtplaner und Architekten wieder eine interessante Bauaufgabe. Für die Kommunen und die Bundesländer ist es sogar eine zwingend gesellschaftliche Aufgabe. Es geht dabei nicht nur um Quantität, sondern vor allem auch um neue Qualitäten in der Gestaltung, neue Wohnkonzepte und die Entwicklung lebenswerter Wohnquartiere und Siedlungen. Dies ist Thema der Diskussion “Neue Qualitäten im geförderten Wohnungsbau”, am Mittwoch, 7. Februar 2018, um 18.30 Uhr.

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Ausstellungseröffnung Bildergalerie

Eröffnet: “Alle wollen wohnen” auf dem Essener Zollverein

Ausstellungseröffnung von Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar" in Essen, Halle 5 des UNESCO-Welterbes Zollverein. © Claudia Dreyße.

Eröffnet: “Alle wollen wohnen” auf dem Essener Zollverein

Auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen ist ab heute die Ausstellung „Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar“ des Museums für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI) zu sehen. Gestern hat das M:AI die Ausstellung zum geförderten Wohnungsbau eröffnet.

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Tagung

22.2.2018 – Wohnen auf Kohle. Zukunftsperspektiven für BergbauQuartiere

22.2.2018 – Wohnen auf Kohle. Zukunftsperspektiven für BergbauQuartiere

2018 ist „Schicht im Schacht“: Mit dem Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau wird in Bottrop und Ibbenbüren letztmalig Steinkohle zutage gefördert. Damit geht eine Ära zu Ende, die insbesondere das Ruhrgebiet mit seinen Industrieanlagen geprägt hat – aber auch den Wohnungs- und Siedlungsbestand. Mit der Tagung “Wohnen auf Kohle. Zukunftsperspektiven für BergbauQuartiere” am Donnerstag, 22. Februar, blicken die NRW.BANK und der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland-Westfalen auf die Entwicklung der Quartiere.

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"Alle wollen wohnen" Interview

Peter Köddermann zu “Alle wollen wohnen” in Essen, dem Ruhrgebiet und der Inszenierung

Peter Köddermann zu “Alle wollen wohnen” in Essen, dem Ruhrgebiet und der Inszenierung

Bereits zur Ausstellung von “Alle wollen wohnen” in Köln im Jahr 2016 haben die Kuratorinnen und Kuratoren sowie Ausstellungsarchitekten über die Idee, die Umsetzung, die Gestaltung und den Ort gesprochen. Für den Spielort in Essen setzen wir die Reihe fort – mit komplett neuen Interviews und aktualisierten Gesprächen. Im ersten Teil der Interview-Serie “Drei Fragen an …” spricht Peter Köddermann, Projektleiter des M:AI, über den Ausstellungsort Essen, die Verbindung zwischen dem Wohnungsbau und dem Ruhrgebiet und die Ausstellungssituation auf Zeche Zollverein.

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Interview "Alle wollen wohnen"

Ursula Kleefisch-Jobst zur Idee der Ausstellung, zur Aktualität des Themas und zum interessanten Wohnungbau

Ursula Kleefisch-Jobst zur Idee der Ausstellung, zur Aktualität des Themas und zum interessanten Wohnungbau

Im letzten Teil der Interview-Serie “Drei Fragen an …” zur Ausstellung “Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar” sprechen wir mir Ursula Kleefisch-Jobst, der Geschäftsführenden Generalkuratorin des Museums für Architektur und Ingenieurkunst NRW, zur Idee für “Alle wollen wohnen”,  über das Format Ausstellung und warum sozialer und geförderter Wohnungsbau ein wichtiges gesellschaftliches Thema ist.

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Eröffnung Spielort Essen

31.1.2018 – Ausstellungseröffnung:
Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar

31.1.2018 – Ausstellungseröffnung:
Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar

Wohnen wollen alle Menschen. Doch nach Jahren eines ausgeglichenen Wohnungsmarktes sind “bezahlbare” Wohnungen für einen großen Teil unserer Gesellschaft wieder zu einer Mangelware geworden. Einen Blick auf die Facetten des Wohnens wirft das M:AI mit der Ausstellung „Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar“, die am Mittwoch, 31. Januar 2018, um 18.30 Uhr in Essen eröffnet wird.

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